Mädchen - Landkreis Stade

Verhüten? Sicher ! Aber wie?

Verhüten - sicher, aber wie?

Pille, Kondom, Spirale, Diaphragma… - die Auswahl an Verhütungsmitteln ist groß. Auf der Straße sieht man Plakate gegen Aids mit bunten Kondomen. Und im Kino, Fernsehen oder Radio laufen Spots, in denen Kondome empfohlen werden. Selbst wenn dein erstes Mal dir noch weit entfernt scheint, ist es nützlich, dich über Verhütung zu informieren. Die kann, wenn es dann soweit ist, im Eifer des Gefechtes nämlich leicht untergehen. Wer mag schon in der romantischen Phase ein Gespräch über die Verhinderung ungewollter Schwangerschaft anfangen? Und nicht jedes Verhütungsmittel ist für jede(n) gleich gut geeignet und auch nicht immer sofort erhältlich. Daher gilt auch beim Thema Verhütung: Wissen ist Macht – und vor allem: es schützt!

Für alle Fälle: ein Kondom in der Tasche

Das Kondom wird auch Präservativ oder einfach „Gummi“ genannte und ist das Verhütungsmittel, das Jungen und Männer benutzen. Kondome haben viele Vorteile: Sie schützen nicht nur vor ungewollter Schwangerschaft, sondern auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Aids. Außerdem haben Kondome keine Nebenwirkungen: Denn anders als zum Beispiel bei der Pille wird nicht in die biologischen Vorgänge des Körpers eingegriffen.

Die Pille – ein Medikament, das verhütet

Die Pille muss von der Frauenärztin auf Rezept verschrieben und regelmäßig eingenommen werden, so wie es auch auf dem Beipackzettel steht. Die meisten Sorten enthalten eine Kombination der Hormone Östrogen und Gestagen. Sie haben eine mehrfache Wirkung:

  • Sie hemmen die Eizellenreifung und damit den Eisprung. Der gesamte Zyklus des Mädchens oder der Frau besteht dann nur noch aus unfruchtbaren Tagen.
  • Sie verändern den Schleim im Gebärmutterhalskanal, so dass die Samenzellen nicht in die Gebärmutter vordringen können.
  • Sie sorgen dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut nur ungenügend aufgebaut wird, so dass sich eine eventuell doch befruchtete Eizelle nicht einnisten kann.

Was es sonst noch gibt auf dem Markt der Verhütungsmittel!

Die Fachleute sind sich einig, dass Kondome für Jugendliche besonders geeignete Verhütungsmittel sind. Auch die Pille wird gern empfohlen, wenn keine Gefahr besteht, sich mit einer Geschlechtskrankheit oder HIV zu infizieren, weil die Jugendlichen in einer festen Beziehung leben und zum Beispiel einen HIV-Test gemacht haben. Aber es ist gut zu wissen, was es sonst noch gibt, um eine Schwangerschaft zu vermeiden.

Verhüten - sicher, aber wie?

Pille, Kondom, Spirale, Diaphragma… - die Auswahl an Verhütungsmitteln ist groß. Auf der Straße sieht man Plakate gegen Aids mit bunten Kondomen. Und im Kino, Fernsehen oder Radio laufen Spots, in denen Kondome empfohlen werden. Selbst wenn dein erstes Mal dir noch weit entfernt scheint, ist es nützlich, dich über Verhütung zu informieren. Die kann, wenn es dann soweit ist, im Eifer des Gefechtes nämlich leicht untergehen. Wer mag schon in der romantischen Phase ein Gespräch über die Verhinderung ungewollter Schwangerschaft anfangen? Und nicht jedes Verhütungsmittel ist für jede(n) gleich gut geeignet und auch nicht immer sofort erhältlich. Daher gilt auch beim Thema Verhütung: Wissen ist Macht – und vor allem: es schützt!

Für alle Fälle: ein Kondom in der Tasche

Das Kondom wird auch Präservativ oder einfach „Gummi“ genannte und ist das Verhütungsmittel, das Jungen und Männer benutzen. Kondome haben viele Vorteile: Sie schützen nicht nur vor ungewollter Schwangerschaft, sondern auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Aids. Außerdem haben Kondome keine Nebenwirkungen: Denn anders als zum Beispiel bei der Pille wird nicht in die biologischen Vorgänge des Körpers eingegriffen.

Die Pille – ein Medikament, das verhütet

Die Pille muss von der Frauenärztin auf Rezept verschrieben und regelmäßig eingenommen werden, so wie es auch auf dem Beipackzettel steht. Die meisten Sorten enthalten eine Kombination der Hormone Östrogen und Gestagen. Sie haben eine mehrfache Wirkung:

  • Sie hemmen die Eizellenreifung und damit den Eisprung. Der gesamte Zyklus des Mädchens oder der Frau besteht dann nur noch aus unfruchtbaren Tagen.
  • Sie verändern den Schleim im Gebärmutterhalskanal, so dass die Samenzellen nicht in die Gebärmutter vordringen können.
  • Sie sorgen dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut nur ungenügend aufgebaut wird, so dass sich eine eventuell doch befruchtete Eizelle nicht einnisten kann.

Was es sonst noch gibt auf dem Markt der Verhütungsmittel!

Die Fachleute sind sich einig, dass Kondome für Jugendliche besonders geeignete Verhütungsmittel sind. Auch die Pille wird gern empfohlen, wenn keine Gefahr besteht, sich mit einer Geschlechtskrankheit oder HIV zu infizieren, weil die Jugendlichen in einer festen Beziehung leben und zum Beispiel einen HIV-Test gemacht haben. Aber es ist gut zu wissen, was es sonst noch gibt, um eine Schwangerschaft zu vermeiden.

Hier die Auswahl:

  • Diaphragma: ist eine kleine Gummikappe mit elastischem Rand und versperrt den Zugang zur Gebärmutter. Es wird mit einer samenabtötenden Creme bestrichen und frühestens zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt. Danach muss es noch mindestens sechs bis acht Stunden in der Scheide bleiben. Jedes Diaphragma muss von einer Ärztin oder in einer Beratungsstelle individuell angepasst werden. Dort wird auch seine genaue Anwendung erklärt und gezeigt.
  • Spirale: ist aus Kunststoff oder Kupferdraht, wird von der Frauenärztin in die Gebärmutter eingesetzt. Dort kann sie bis zu fünf Jahre eine ungewollte Schwangerschaft verhindern. Junge Mädchen wird die Spirale nur selten empfohlen. Hauptprobleme sind das Herausrutschen, Blutungen oder Infektionen.
  • Hormonimplantat: ist ein kleines Stäbchen, das von der Ärztin unter die Haut eingepflanzt wird. Es schützt bis zu drei Jahre vor ungewollter Schwangerschaft, kann aber auch früher wieder entfernt werden. Bei manchen Benutzerinnen werden die Blutungen durch das Implantat häufiger oder dauern länger an, bei anderen werden sie seltener oder bleiben aus. Dies finden manche Mädchen und Frauen unangenehm.
  • Verhütungs-Zäpfchen, -Salben, -Gels oder –Schaum: aus der Apotheke, müssen zehn Minuten vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt werden und sollen das Eindringen von Samenzellen in die Gebärmutter verhindern. Aber Vorsicht: Sie haben eine hohe Versagerrate und sollten deshalb nur zusammen mit einem Kondom oder Diaphragma benutzt werden. In diesem Fall muss aber unbedingt in der Gebrauchsanweisung der chemischen Mittel drinstehen, dass diese mit Kondom/Diaphragma benutzt werden dürfen, weil sie sonst die Latexhaus beschädigen können.
  • Körpertemperatur- und Schleimmethode oder Zykluscomputer: beobachten Symptome des Körpers, die im Verlaufe des Zyklus auf die fruchtbaren und die unfruchtbaren Tage hinweisen. Mädchen wird von diesen Methoden zur Verhütung jedoch abgeraten, weil ihre Zyklen häufig noch sehr unregelmäßig sind. Dadurch ist die Gefahr hoch, sich bei der Bestimmung der fruchtbaren Tage zu irren und ungewollt schwanger zu werden.
  • Die „Pille danach“: keine Verhütungsmethode, sondern nur Hilfe im Notfall: darf nur von der Frauenärztin verschrieben werden. Diese wird dich auch über die möglichen Risiken und Nebenwirkungen aufmerksam machen. Sie sollte innerhalb von 48 Stunden (bei manchen Präparaten 72 Stunden) eingenommen werden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Am Wochenende und Abends kann man sich an die gynäkologische Ambulanz einer Klinik oder den ärztlichen Notdienst wenden.

Wen kann ich nach Verhütung fragen?

In manchen Familien wird ganz offen und selbstverständlich über Verhütung geredet. Die Pillenpackung der großen Schwester bleibt neben ihren Schminksachen im Bad liegen, oder aus der Schultasche des Bruders fällt ein verpacktes Kondom. In anderen Familien scheint es dagegen unvorstellbar, offen über Themen wie Verhütung und Sex zu reden. Vielen Menschen fällt es schwer, über Sexualität zu sprechen. Und die wenigsten Eltern hatte in ihrer Jugend Gelegenheit, sich so über Sexualität zu informieren, wie Jugendliche es heute können. Vielleicht kannst du deinen Eltern das Gespräch erleichtern, indem du sie erst mal fragst, wie es früher bei ihnen mit der Aufklärung und Verhütung war. Du kannst dich aber auch direkt bei Fachfrauen wie Frauenärztinnen und Mitarbeiterinnen von Beratungsstellen beraten lassen. Sie unterliegen der Schweigepflicht, dürfen also zum Beispiel auch keinem verraten, was im Sprechzimmer besprochen wurde.

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