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11. Oktober: Welt-Mädchentag weist auf Unrecht hin
Mädchen erleben weltweit Unrecht, sexuelle Gewalt und Verstümmelung

Am 11. Oktober wird seit einigen Jahren der noch immer in aller Welt vorherrschenden Benachteiligung von Mädchen gedacht. Dieser Tag ist von Unicef als Welt-Mädchentag festgelegt worden. Rund eine Milliarde weibliche Personen unter 18 Jahren leben derzeit auf der Erde.

 


Wie die Diskriminierung von Mädchen aussieht?

Dazu hat Unicef auf seiner Seite mehrere Punkte aufgezählt, die auf diesen traurigen Sachverhalt hinweisen. Wenn ihr euch diese Fakten durchlest, werdet ihr erschüttert sein.

  1. 62 Millionen Mädchen im Schulalter erhalten keine Bildung – das sind 62 Millionen verpasste Chancen!
  2. Am meisten benachteiligt sind Mädchen und junge Frauen in Ländern des südlichen Afrika, Südasiens und des Nahen Ostens: Häufig genießen sie nicht die gleichen Rechte und Freiheiten wie Jungen.
  3. Jedes Jahr sind drei Millionen Mädchen in Gefahr, Opfer von Genitalverstümmelung zu werden, zum Beispiel in Jemen, Senegal oder im Sudan.
  4. Jedes vierte Mädchen weltweit wird vor seinem 18. Geburtstag verheiratet. Meist gehen die jungen Ehefrauen danach nicht mehr zur Schule, sondern müssen sich um den Haushalt kümmern, und sie werden viel zu früh Mütter. Das ist nicht nur psychisch eine Überlastung für ein 12 oder 13 jähriges Mädchen, sondern auch körperlich. Denn der Körper ist in dem Alter noch nicht auf Schwangerschaft und Geburt ausgerichtet.
  5. 84 Millionen Mädchen sind Zielscheibe emotionaler, körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren Partner oder Ehemann – das ist fast jedes dritte Mädchen in einer festen Bindung.
  6. Fast die Hälfte aller Mädchen und jungen Frauen zwischen 15 und 19 Jahren ist der Meinung, dass ein Ehemann oder Partner berechtigt ist, seine Frau gelegentlich zu schlagen.
  7. Jedes fünfte Mädchen wird Mutter, bevor es 18 Jahre alt ist – mit gravierenden Folgen für ihre Gesundheit und ihre weitere Entwicklung.
  8. Mädchen sind Multiplikatoren! Junge Frauen, die länger zur Schule gehen, heiraten später und bekommen weniger und gesündere Kinder. Ihre Kinder wiederum gehen mit größerer Wahrscheinlichkeit später auch zur Schule.
  9. Die jüngste Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten war zum Zeitpunkt ihrer Ehrung ein Mädchen: Die damals 17-jährige Malala Yousafzai aus Pakistan. Auch viele weniger bekannte Jugendliche setzen sich für ihre Rechte ein. Mädchen sind großartig – und Jungen auch!

    Mehr dazu findet ihr auf der Seite von Unicef.
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